Wir über uns

2012 - Zehn Jahre Interessengemeinschaft Hanauer Altstadt (IGHA)

In den vergangenen zehn Jahren hat sich in Hanaus kleinstem Stadtteil – Altstadt – einiges verändert. So haben die Bewohner 2003 die Verleihung der Stadtrechte vor siebenhundert Jahren zum Anlass genommen, auf ihre geschichtliche Bedeutung aufmerksam zu machen.

Um das zunächst opulent geplante "Brot und Spiele" – Fest anlässlich der 700-Jahre-Feier zu vermeiden, gründeten Altstadtbekenner 2002 die Interessengemeinschaft IGHA als gemeinnützigen Verein, um mit einem eigenen, überparteilichen Konzept an diesen Tag zu erinnern.

Verwundert rieben sich die Hanauer Bürger die Augen, als die IGHA selbstbewusst auf den Ursprung dieser Stadt hinwies und den Stadtteil "Altstadt" als Wurzelwerk der Hanauer Vergangenheit "outete".

Das IGHA - Konzept der ersten Stunde trägt heute, nach fast zehn Jahren, bemerkenswerte Früchte. Die Hanauer Bürger wissen jetzt, welche geschichtliche Bedeutung die Altstadt besitzt. Die IGHA hat mit ihren kostenlosen Führungen hunderte Bürger qualifiziert über die Altstadt informiert, hat mit ihren kostenlosen "Jazz im Hof"– Veranstaltungen tausenden Jazzliebhabern die schönsten Innenhöfe in diesem Quartier geöffnet und das Marktleben in der Altstadt neu belebt, denn die Marktrechte galten vor 700 Jahren nur dem Altstädter Markt. Heute beleben Bücherflohmärkte, Antik- und Trödelmärkte und Bauern- und Schlemmermärkte bis zu sieben Mal im Jahr die Altstadt.

Inzwischen hat die IGHA bewiesen, dass sie Hanauer Traditionen pflegen und weiterführen kann und gemeinsam mit städtischen Einrichtungen und Ämter eine Reanimation bedeutender Volksfeste erreichen konnte  z.B. das Lamboyfest und das Hanauer Weinfest. Aber auch die Tradition einer Musikakademie wurde von ihr aufgegriffen und neu belebt. Dabei entstand ein erfolgreiches Netzwerk mit der Karl-Rehbein-Schule und der Hohen Landesschule, das eine bedeutende Jugendarbeit entwickeln und realisieren konnte. Errungenschaften wie der Kompositionswettbewerb oder die Literatur-Veranstaltung "Lyrik unterm Ginkgobaum" legen Zeugnis für ein langfristiges Konzept ab.

Inzwischen hat sich das Vortragsprogramm der IGHA als eine Plattform zur Information und für Diskussionen etabliert. In diesem Jahr hatte der Verein zwanzig kostenlose Vorträge im Angebot, deren Referenten für fundierte und kompetente Aussagen bekannt sind. Dabei versteht sich die IGHA als Impulsgeber für eine Auseinandersetzung mit bedeutenden Themen.

Die fünfundsiebzig Veranstaltungen im Jahr 2011, die bis auf ganz wenige für die Teilnehmer kostenlos waren, beinhalteten nicht nur Beiträge, die sich mit der Vergangenheit beschäftigt haben sondern auch langfristig angesetzte Projektentwicklungen. Zu nennen wären die Themen "Turmhaube der Alten Johanneskirche", Entwicklung der öffentlichen Plätze und Engagement für ein Brüder-Grimm-Kulturzentrum in der Altstadt, zeitgemäße Veränderung der Innenstadt, Verbindung der Altstadt mit der Innenstadt. Zu zwei großen Bürgerversammlungen hat die IGHA im Congress – Park - Hanau eingeladen und ist mit diesen Informations- und Diskussionsveranstaltungen der Informationspflicht gegenüber den Bürgern bereitwillig und streitbereit nachgekommen.

Nicht zuletzt fördert die IGHA die wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Interessen dieser Stadt, indem sie das Bestreben zur Gründung eines Fraunhofer-Forschungsinstituts von Anfang an unterstützt hat. Dieses Thema war bereits vor Jahren Bestandteil der Ansprachen anlässlich des Neujahrsempfangs der Interessengemeinschaft Hanauer Altstadt.

Wenn Sie glauben, dass dieser gemeinnützige Verein IGHA unterstützt werden sollte, dann werden Sie Mitglied. Der Jahresbeitrag beträgt nur 20 Euro. Auch Spenden sind jederzeit willkommen.